Callboy
30 September , 2008
„Dann komm ich mit meinem Schäferhündchen und such ihm was für’s Schäferstündchen!“
- Brisko Schneider -
Letztlich kam meine Kollegin S. freudestrahlend ins Büro: „Mein Bruno hat heute Sex!“
(Man darf hier nicht unerwähnt lassen, dass es sich bei Bruno um einen reinrassigen Zuchthund handelt, auch wenn das die ganze Situation unprekärer macht
)
N.: Hä wie jetzt?
S.: Ja, mit einer sehr hübschen Hündin!
N.: Kriegt ihr Geld dafür?
S.: Ja klar!
Ich: Dann ist Bruno ja ein Callboy!
Irgendwie habe ich definitiv zu viel „Sex TV“ geguckt…
Das erste Lied am Morgen…
29 September , 2008
Während ich schlafe höre ich in der Regel keine Musik. Umso erstaunlicher finde ich es jeden Morgen beim Aufwachen irgendeinen Musiktitel im Ohr zu haben – und nicht nur Bela B. hat festgestellt, dass das erste Lied am Morgen nicht immer das Beste sein muss.
Die Lieder, die mir ein „Guten Morgen!“ ins Ohr krakeelen begleiten mich oft den ganzen Tag. Meist sind es Schlager. Ich stehe dann morgens im Badezimmer, packe meine Sachen zusammen, laufe zum Treffpunkt meiner Fahrgemeinschaft und summe dabei unentwegt „Der Tag als Conny Kramer starb“. Manchmal rutscht mir auch die ein oder andere Textzeile heraus. Dann halte ich mir spontan erschrocken den Mund zu, und hoffe, dass das niemand gehört hat.
Warum meine morgendlichen Ohrwürmer gerade solcher Natur sind, glaube ich mir ganz einfach erklären zu können: Meine Eltern sind schuld!
Eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen ist die, wie ich mit meinen Eltern an einem gewittrigen Samstagabend vor einem schneeigen, weil antennenbelieferten, Fernseher sitze und begeistert die Wildecker Herzbuben bei ihrer Performance von „Herzilein“ in der Hitparade der Volksmusik verfolge. Hätte man mich bis zu meinem fünften Lebensjahr nach meinem Lieblingslied gefragt, der Titel „Herzilein“ hätte eventuell fallen können.
Gut im Gedächtnis geblieben sind auch Ausflüge mit WDR 4 auf der Autobahn, oder die alten Kassetten mit einer wilden Mischung aus ABBA und Howard Carpendale – Ich hatte eine schwere Kindheit, und nachts schält sie sich aus meinem Unterbewusstsein und brennt sich in mein Gehirn, um mich den Rest des Tages zu foltern.
Man mag sich fragen, wie es dazu kam, dass aus mir überhaupt noch eine Frau von Welt wurde. Ich glaube der Dank hierfür gebührt meinem jüngeren Bruder, der recht früh die Herren von Rammstein und den Toten Hosen zu uns einlud. Das hat mich vor der Hölle bewahrt. Leider aber nicht vor meinem heutigen Ohrwurm, „Die Fischer von Capri“.
5 Dinge…
28 September , 2008
5 Dinge über Klopapier:
1. Klopapier ist immer leer, wenn man dringend welches bräuchte…
2. Im öffentlichen Dienst und bei der Bundeswehr wird immer nur Recycling-Toilettenpapier verwendet. Frage die sich mir stellt: Ist das eine Maßnamheme um die Umwelt zu schonen, oder den staatlichen Geldbeutel? Aber wer bezahlt die Behandlung der Hämorrhoiden der Mitarbeiter?
3. In Frankreich gibt es nur parfümiertes Toilettenpapier, oder das unparfümierte ist so gut versteckt, dass man es nicht findet.
4. Bei uns auf der Arbeit ist das Toilettenpapier im Spender eingeschlossen. Glauben die wirklich wir würden das klauen, wo wir weiches, weißes, vierlagiges, schön bedrucktes Papier zu Hause haben?
5. Es gibt verschiedene Arten von Klopapierbenutzern: Die Klopapierzusammenknüller, die Klopapiereinzelnabreißer, die Klopapierwickler und die Klopapierordentlichfalter.
Wikipedia hat übrigens einen wunderbaren Artikel über Klopapier veröffentlicht:
Toilettenpapier bei Wikipedia
Nachgerechnet…
27 September , 2008
Meine Kollegin E. lässt jeden Morgen zwanzig Minuten (!) das Wasser laufen, weil sie Angst hat, das Bakterien in der Leitung sein könnten.
Mein Kollege G. hat ausgerechnet, dass er mit dem Wasser, was sie in dieser Zeit verbraucht hat 75 Jahre lang jeden Monat seinen Swimmingpool neu befüllen könnte…
How to send a Din A3
27 September , 2008
Wie versende ich ein Papierobjekt, das Din A3 Format hat?
1. Den größten Luftpolsterumschlag kaufen, den die Post hergibt
2. Nach Hause kommen und feststellen, dass er nicht breit genug ist
3. Sich daran erinnern, dass man noch irgendwo Tonkarton-Bögen rumliegen hat
4. Tonkarton in der Mitte falten, die Enden rechts und links zutackern, dabei den Tacker kaputt machen
5. Ecken mit Klebeband umkleben
6. Luftpolsterbriefumschlag aufschneiden und das Din A3 Objekt hinen legen
7. Luftpolsterumschlag in Tonkartonmappe stecken und gut zukleben
Eh Voila!
Glaubt ihr das „Bitte nicht knicken!“ ist deutlich genug?
Die Briefmarke ist jedenfalls mein persönliches Highlight
„gekochte möhren“
26 September , 2008
Möhren in Weinsoße
Man nehme (für vier Personen):
500 g Möhren
60g Butter
200 ml Wein (Marsala)
Salz und Pfeffer
Möhren schälen, waschen und in feine Streifen schneiden.
Butter in einer Pfanne zerlassen, Möhren reingeben, einige Minuten anbraten. Mit dem Wein ablöschen, salzen, bei schwacher Hitze in der geschlossenen Pfanne dünsten, bis das Gemüse weich ist.
Kurz vor dem servieren mit etwas Pfeffer würzen.
Gefunden auf: www.daskochrezept.de
Männergespräche
25 September , 2008
Ich unterhalte mich gerne mit Männern. Persönlich, von Mann zu Frau, oder auch per E-Mail. Männer haben einen anderen Blick auf die Welt. Während man mit Frauen zwangsläufig früher oder später über Männer oder andere Frauen spricht, kann man sich mit Männern über das Drumherum des Lebens unterhalten.
Früher hatte ich immer mehr Freunde als Freundinnen (Ich finde es übrigens furchtbar nervig, dass im Deutschen Freund und Freundin von Freund und Freundin als Partner nicht so klar abgegrenzt sind wie im Englischen, das führt ständig zu Verwirrungen!) – das war, bis ich 18 und damit potentielle Beute wurde.
Mittlerweile dürfen meine Freunde von damals nicht mehr mit mir reden, oder sie wollen andere Dinge als mit mir reden. Also muss ich auf Pärchen zurückgreifen. Das Problem an Pärchen ist aber, dass Pärchen meist aus einem Mann und einer Frau bestehen. Wenn ich also ein Pärchen einlade, um mich mit dem Mann zu unterhalten, dann ist meistens auch seine Freundin, und mein Freund dabei, weil man sich ja von Pärchen zu Pärchen unterhält. Das führt wiederum meist dazu, dass irgendwann die Männer in der einen Ecke über Computer und Filme sinnieren und sich die Frauen auf der anderen Seite der Couch über XY die jetzt mit UA zusammen ist unterhalten. Also sind Pärchen-Pärchen-Treffen eher ungeeignet (Wobei Ausnahmen natürlich immer die Regel bestätigen, manchmal gibt es goldene Partymomente, in denen Männer und Frauen gemeinsam versuchen zu ergründen was Männer und Frauen so denken, das führt meist zu erheiternden Schlüssen und ist untopbar!). Bleiben also noch Single-Männer, die man flüchtig kennt.
Ich komme mit einem Singlemann ins Gespräch. Ich erwähne immer möglichst früh und öfter als einmal, dass ich glücklich vergeben bin, und versuche vorher von vorneherein auszuschließen, dass der Mann denkt ich wolle mit ihm flirten. Leider habe ich immer wieder das Gefühl, dass die Männer das vollkommen ignorieren.
Man(n) unterhält sich also und tauscht später E-Mailadressen aus, da meine Beine ja eher faul und mein Hintern meist an den Schreibtischstuhl geklebt ist (s. auch „Besuch“). Dann startet meine Fünf-Wochen-Freundschaftsmisere: Wir schreiben E-Mails, über drei bis fünf Wochen, er redet mehrfach davon, dass wir uns doch noch mal auf nen Kaffee treffen sollten, nach vier Wochen sind seine Phantasien, dass ich je wieder Single werden könnte langsam ausgeschöpft, oder aber er hat es bis dato tatsächlich geschafft hundert E-Mails lang zu ignorieren, dass ich vergeben bin, und fragt: „Bist du eigentlich noch Single?“. Dann kommt keine E-Mail mehr, und ich muss mir einen neuen Fünf-Wochen-E-Mail-Freund suchen.
Liebe Männer, ich will doch einfach nur mit euch über Motorräder und Filme, und das Leben an sich reden. Ich möchte euch als asexuelle Wesen sehen, wie meine Brüder und meinen Vater, und von euch als asexuelles Wesen gesehen werden wie eure Mutter (Ok, vielleicht nicht wie eure Mutter…) oder Schwester. Ich möchte an euren männlichen Lebensweisheiten teilhaben, und ein Spion wäre ich auch nicht, weil ihr sowieso nie über Frauen redet, obwohl wir euch das immer unterstellen (Vielleicht weil wir uns das wünschen?).
Ich will mit euch Paintball und Eishockey spielen gehen, und saufend und gröhlend über die Straße laufen, und mit euch über Leute lästern, weil ihr das viel besser könnt als meine Freundinnen. Im Grunde meines Herzens gibt es eine männliche Seite, die sich einfach nur nach Kommunikation sehnt. Von Mann zu Mann.
Festgestellt
25 September , 2008
Wenn man krank ist, glaubt man immer etwas ganz Wichtiges zu verpassen. Aber wenn man dann zurück auf der Arbeit ist stellt man fest: Alles war wie immer.
Shaun das Schaf
24 September , 2008
Gestern kam mein Freund mit Unterhaltungsprogramm für einsame Couchstunden nach Hause: Eine DVD voll „Shaun das Schaf“.
Shaun das Schaf stammt von dem gleichen Macher wie „Wallace und Gromit“ und ist eigentlich eine Kinderserie, die jeden Tag auf KiKa läuft. Star ist natürlich das kleine Schaf Shaun mit seinen Schaffreunden.
Die Serie hat einen Titelsong, der bei mir ständig zum Ohrwurm wird, wobei jedoch nur der Satzfetzen „Shaun das Schaf“ hängen bleibt. Deshalb sitze ich jetzt auf der Couch und singe die ganze Zeit leise „Schaun das Schaf, Shaun das Schaf, Shaun das Schaf, Shaun das Schaf…“ vor mir her.
Die Folgen sind sehr kurzweilig und witzig gemacht, und wenn ihr Kinder habt könnt ihr ja einfach behaupten, dass ihr die Serie nur schaut, weil eure Kiddys das wollen
Meine Lieblingsfolge ist übrigens „Timmys Teddy“, die man auch auf myvideo findet
Noch 7 Schultage…
24 September , 2008
… bis zur theoretischen Abschlussprüfung.
Und heute am 8. bin ich nicht dabei… Nächste und übernächste Woche sind Herbstferien. Der einzige Unterschied ist dann, dass ich jeden Tag arbeiten gehe.
Ferien sind auch nicht mehr das, was sie mal waren…
