1. Dein Lieblingsessen ist noch immer Spaghetti Bolognese, Pizza oder Fischstäbchen mit Kartoffelpüree und Gurkensalat.
2. Im Haus trägst du keine Birkenstocklatschen, sondern Dinosaurier-Plüsch-Pantoffeln.
3. Du siehst immer noch gerne Kinderfilme.
4. Du bügelst deine Wäsche nicht.
5. Du kaufst immer noch Kinder-Frühstücks-Flocken.
6. Du glaubst immer noch daran eines Tages reich und berühmt zu werden.
7. Der Türsteher fragt dich immer noch jedes Mal nach dem Ausweis.
8. Du magst keinen Kaffee und auch kein Bier.
9. In deiner Wohnung hängen immer noch Bandposter.
10. Batman ist dein Held.
Ergänzungsvorschläge?
Ich glaube…
23 Juli , 2009
… ich färb meine Haare wieder anders. Von schwarz-rot organdi zurück zu schwarz-blau…
Tücken der Technik
23 Juli , 2009
Auch am vorletzten Arbeitstag muss ein bisschen gearbeitet werde. So begab es sicht heute, dass ich mit einer Firma für Merchandise-Artikel telefonieren musste um die Maße für einen Rucksackaufdruck zu erfahren. Ich rief also die erstbeste auf der Homepage genannte Nummer an, und erreichte eine freundliche Dame, die mir erklärte, dass ich in der Zentrale gelandet sei und sie mich aber gerne mit ihrem Sohn verbinden würde, der für die Druckabwicklung zuständig sei.
Sie diktierte mir vorsichtshalber seine Durchwahl, um dann den Hörer zur Seite zu legen und laut zu rufen: „Helga, zum verbinden muss ich doch hier den Haken drücken und dann die Nummer eintippen?!“. Ich hörte ein laut vernehmbares Tastendrücken, gefolgt von einem „Dat funktioniert nicht!“, und einem „Entschuldigung, aber die Technik, ich verbind Sie jetzt gleich!“. „Schon gut, gute Frau, ich ruf gerad mal selbst an, die Nummer hab ich ja jetzt!“. Man muss das Leben ja nicht unnötig kompliziert machen
Ein Abschied kommt selten allein…
21 Juli , 2009
Nun ist es also so weit. Noch drei Tage bis ich meinen Dienst hier quittiere. Weg in den wohlverdienten Urlaub, weg aus dem Arbeitsleben, weg von allzuviel Regelmäßigkeit. Was mich danach erwartet ist vage. Studentenleben, hoffentlich ein Hiwi-Job der mich über Wasser hält, ein neuer Lebensabschnitt. Ein komisches Gefühl. Besonders wo sich die ersten Abschiede tatsächlich recht langsam angeschlichen haben. Wer hätte schon gedacht, dass meine Kollegin,die Olle, diese Woche krank ist, genau wie Jojo, seit zwei Jahren in meiner Fahrgemeinschaft. Leute die ich in den letzten drei Jahren öfter gesehen habe als meine Eltern.
Vergessen hatte ich auch unsere Mamas, die das Büro das Verrückte macht nur einmal die Woche besuchen. Abschiede sind immer seltsam, erst recht wenn sie so unwirklich sind wie die Verabschiedung von Dani, Mama 1, heute Abend, drei Tage bevor ich eigentlich weg bin… Das wird natürlich nicht der letzte bleiben, denn auch nach meinem letzten Arbeitstag steht mir noch ein großer Abschied vor, der wohl mit der schwerste wird, auch wenn God City, wie es die liebe Kath, die mich dorthin verlassen wird, nennt, ja nicht aus der Welt ist.
Ich denke so richtig begreifen, dass ich nun bald nicht mehr jeden Tag um 7.10 Uhr meine Wohnung verlasse, und das wohl auf längere Dauer, werde ich erst wenn ich meinen ersten Studientag hinter mir habe. Bis dahin bleibt alles leicht milchig, wie in einem seltsamen Traum.
Die Schöne und das Biest
1 Juli , 2009
Walt Disney Filme sind eine tolle Sache. Ich persönlich beherberge noch einige, aus meiner Kindheit gerettete, VHS Kassetten in meiner Wohnung. Unter anderem „Die Schöne und das Biest“. Ich erinnere mich noch genau daran, wie meine damalige beste Freundin und ich diesen Film immer und immer wieder angesehen, um uns nachher beim Spielen darum zu streiten wer Belle sein darf. Am Ende musste meist ich das Biest spielen…
Auf unserem Retro-Mädchenabend mit in Schokolade getauchten Erdbeeren und Sekt haben wir das alte Schätzchen dann vor ein paar Wochen noch einmal ausgekramt. Disney Filme als „Erwachsener“ zu schauen ist eigentlich viel lustiger, die hälfte aller Wortwitze versteht man nämlich erst wirklich, wenn man über Grundschule und Pubertät hinaus ist.
Andere Dinge werden einem erst beim bewussten Schauen klar: Überlegt man sich zum Beispiel, dass das Biest bis zu seinem 21. Geburtstag die Liebe seines Lebens gefunden haben soll (weil sonst die Rose verwelkt… Es für immer ein Biest bleibt… Ihr wisst Bescheid…) und zieht man die genannte Zeit, die das Schloss schon verzaubert ist von dieser Anzahl ab, kommt man zu dem Schluss, dass der arme Prinz wohl schon mit 12 oder 13 Jahren von der schönen Fee verzaubert wurde. Eine für mich erschreckende Erkenntnis, die viele Fragen aufwirft:
Warum darf ein zwölfjähriger PRINZ in einer stürmischen Winternacht allein einer alten Frau die Tür öffnen?
Gibt es bei Feen nicht so etwas wie Welpenschutz oder Jugendstrafrecht? Ist es wirklich angemessen ein Kind, das zugegebenermaßen ein wenig verwöhnt ist, in ein Biest zu verwandeln?
Wo zur Hölle waren der König und die Königin?
Ist es nicht ein bisschen zu viel verlangt bis zum 21. Geburtstag die große Liebe gefunden zu haben? Ich mein, ich kenne viele Leute die ihre große Liebe bis zum 30. noch nicht gefunden haben, und die leben nur im Kleinstadtgewirr von Rock City und nicht in einem bösen dunklen Wald voller Wölfe.
Und überhaupt: Wie alt ist eigentlich Belle? Ist das noch Jugendfrei?
Denkt man länger darüber nach, ist es doch erstaunlich, dass Disney Filme schon für kleine Kinder frei gegeben sind, wo doch an anderen Ecken scharf kritisiert und zensiert wird. Rückblickend musste ich feststellen, das Bambi wohl ganze Generationen von Kindern mehr verstört hat, als Jurassic Park, den außer mir alle Kinder aus meiner Klasse sehen durften, obwohl wir alle noch nicht zwölf waren…